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Zug um Zug zum Zahnerhalt

Parodontitis ist eine chronische Krankheit. Wir können sie zwar nicht matt setzen, aber mit Unterstützender Parodontitistherapie (UPT) ein Leben lang in Schach halten.


Wenn sich eine Gingivitis zu einer Parodontitis ausgeweitet hat, sind weite Teile des Zahnfleischs von Bakterien befallen. Dank Ultraschall und Laser erwischen wir geschätzt 99,9 Prozent davon. Das stoppt die akute Entzündung und versetzt den Körper in die Lage, das beschädigte Gewebe des Zahnhalteapparates neu aufzubauen. Gleichzeitig schlummert im Zahnfleisch aber weiterhin das Potenzial, dass die Entzündung wieder ausbricht. Entsprechend wichtig ist die Nachsorge. Studien haben gezeigt, dass die Teilnahme an UPT das Risiko eines Zahnverlusts um das Fünffache reduziert. Erfolgsfaktoren sind dabei das individuelle Kontrollsystem und eng verzahnte Therapiemaßnahmen. An Hand von Faktoren wie der Schwere der Parodontitis, Begleiterkrankungen und persönlichen Verhaltensweisen entwickeln wir ein spezifisches Therapiekonzept, bei dem die zeitlichen Intervalle der Kontrolltermine und das Therapiespektrum – von Biofilmanalyse bis Röntgen – bestimmt werden. Elementare Bestandteile: regelmäßige Überprüfung des Zahnfleischs und gezielte Entfernung akut entzündeten Gewebes. Noch essenzieller ist allerdings die Mitwirkung des Patienten. In der Praxis erstellen und erklären wir individuelle Prophylaxekonzepte und zeigen Erfolge sowie Verbesserungspotenziale auf – zu Hause ist letzten Endes der Patient am Zug, um die Parodontitis mit gründlicher Mundhygiene täglich in Schach zu halten.