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Raus aus der Schieflage

Schiefe Zähne sind viel mehr als nur ein Schönheitsfehler:

Karies, Parodontitis bis hin zu Kopfschmerzen und sogar Tinitus unbehandelte Fehlstellungen können auf Dauer erhebliche Folgen für die Gesundheit haben. Die Korrektur von Kiefer und Zahnfehlstellungen bei Kindern und bei Erwachsenen ist daher ein wichtiger Bestandteil unseres Behandlungskonzepts.

Kleine Fehler im Lächeln können doch sehr apart sein – Brigitte Bardot hat ihre Zahnlücke sogar zum Markenzeichen gemacht. Warum ist die Kieferorthopädie dennoch so wichtig?

Zahnarzt Warburg
Dr. med. dent. Christian Dübbert

Dr. Christian Dübbert: Bei der Kieferorthopädie geht es um mehr, als ein Lächeln ästhetisch zu perfektionieren. Klar, eine kleine Lücke zwischen den Schneidezähnen kann sehr charmant aussehen und muss vom medizinischen Standpunkt aus auch nicht unbedingt korrigiert werden, aber spätestens wenn die Lücken sehr groß sind oder Zähne richtig aus der Reihe tanzen, sollte eine entsprechende Behandlung erfolgen. Denn Fehlstellungen sind keine Bagatelle sie können gravierende Auswirkungen haben.

Schiefe Zähne machen also krank?

Mitunter schon. Mal ganz abgesehen davon, dass sich schief stehende Zähnen wesentlich schlechter reinigen lassen und damit das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen steigt, belasten Fehlstellungen die Kiefergelenke, weil die Zähne nicht richtig aufeinander beißen. Die Folgen sind oft Funktionsstörungen im Kausystem bis hin zu orthopädischen Problemen und Fehlhaltungen.

Man verbindet die Kieferorthopädie primär mit Kindern und Jugendlichen. Ab welchem Alter empfehlen Sie eine Behandlung?

Kieferorthopädische Maßnahmen sind altersunabhängig: Wir behandeln Kinder, Jugendliche und Erwachsene, denn auch wenn das Gebiss voll ausgebildet ist, lässt sich noch einiges wieder gerade rücken. Aber weil die richtige Zahnstellung eine ganz wesentliche Grundlage für die gesunde Entwicklung von Zähnen und Kiefer ist, setzen wir mit unseren modernen kieferorthopädischen Konzepten so früh wie möglich an nämlich im Kindesalter. In der Regel findet eine kieferorthopädische Therapie im Alter von zehn bis 15 Jahren statt, hier arbeiten wir je nach Ausgangslage mit festsitzenden und herausnehmbaren Lösungen. Manchmal ist eine Korrektur aber auch schon bei Kleinkindern nötig. Mit entsprechenden herausnehmbaren Apparaturen können wir möglichen Fehlstellungen und falschen Bisslagen bereits im Milchgebiss erfolgreich entgegen wirken.

Wie stellen Sie sicher, dass die Zähne gerade bei festsitzenden Lösungen den Richtungswechsel gesund überstehen?

Die regelmäßige zahnmedizinische Kontrolle inklusive individuell abgestimmter Prophylaxe ist ein wesentlicher Aspekt
in der kieferorthopädische Behandlung. Da bei uns die zahnärztliche und kieferorthopädische Betreuung in einer Hand liegen, haben wir die umfassende Zahngesundheit unserer Patienten während der gesamten Behandlung immer im Blick und sorgen mit begleitenden Maßnahmen wie der Professionellen Zahnreinigung oder der Glattflächenversiegelung dafür, dass die Zähne am Ende nicht nur gera
de stehen, sondern auch gesund sind!